Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln durch Amsterdam zu reisen ist einfach, schnell und günstig, und seit der Einführung des kontaktlosen Bezahlens brauchen Sie vorab nicht einmal mehr ein Ticket zu kaufen.
Das Netz in Kürze
Alles in der Stadt wird vom Verkehrsbetrieb GVB betrieben, der vier Verkehrsmittel in einem einzigen Tarifsystem vereint.
Die Straßenbahn als Arbeitspferd: im Zentrum ist die Tram am schnellsten und bequemsten. Die Linien 2 und 12 fahren am Museumplein mit dem Rijksmuseum und dem Van Gogh Museum vorbei, andere Linien bringen Sie zum Grachtengürtel, in den Jordaan, zum Leidseplein und nach De Pijp.
Die Metro für längere Strecken: vor allem praktisch Richtung Amsterdam Noord, Zuid und Zuidoost. Die Nord/Süd-Linie bringt Sie in wenigen Minuten vom Hauptbahnhof nach De Pijp und zum Bahnhof Zuid.
Kostenlos über das IJ: die Fähren hinter dem Hauptbahnhof nach Amsterdam-Noord sind gratis, auch mit dem Fahrrad. Zugleich ist das eine der schönsten kostenlosen Bootsfahrten der Stadt.
Alles trifft sich am Centraal:Amsterdam CS ist der wichtigste Knotenpunkt, an dem nahezu jede Tram-, Metro-, Bus- und Fährlinie zusammenkommt.
Nachtverkehr: Tram und Metro fahren etwa von 06:00 bis 00:30 Uhr. Danach übernehmen die Nachtbusse von GVB, die die ganze Nacht durchfahren.
Routenplaner
Für aktuelle Abfahrtszeiten nutzen Sie am besten einen Routenplaner statt eines gedruckten Fahrplans.
Der Favorit der Einheimischen: der Routenplaner von 9292.nl liefert stets die aktuellsten Abfahrtszeiten, Routen, Preise, Gesamtreisezeiten und Umsteigezeiten für die ganzen Niederlande.
Die Apps der Verkehrsbetriebe: die GVB-App zeigt die Stadtlinien in Echtzeit, und die NS-App ist unverzichtbar, sobald Sie mit dem Zug die Stadt verlassen.
Bauarbeiten einkalkulieren: wegen Arbeiten an Gleisen und Grachten werden Tramlinien regelmäßig umgeleitet, prüfen Sie Ihre Route also am Tag selbst.
Mit der eigenen Bankkarte bezahlen
Seit der landesweiten Einführung von OVpay ist kontaktloses Bezahlen mit der eigenen Karte oder dem Handy die einfachste Art zu reisen.
Kein Ticket nötig: halten Sie Ihre kontaktlose Visa- oder Mastercard-Karte oder Ihr Handy mit Apple Pay oder Google Pay beim Einsteigen an das Lesegerät. Sie brauchen weder Automat noch App noch Warteschlange.
Ein- und auschecken: Sie müssen sowohl beim Einsteigen als auch beim Aussteigen einchecken, auch in Tram und Bus. Wer das Auschecken vergisst, zahlt einen Strafbetrag.
Immer dieselbe Karte: verwenden Sie zum Ein- und Auschecken stets dieselbe Karte oder dasselbe Gerät. Checken Sie also nicht mit dem Handy ein und mit der Karte aus.
Achten Sie auf den Kartentyp: American Express wird im niederländischen Nahverkehr nicht akzeptiert, nehmen Sie also eine Visa oder Mastercard als Ersatz mit.
Bargeld geht nicht: Fahrer und Kontrolleure nehmen kein Bargeld an, ohne Karte oder vorab gekauftes Ticket können Sie also nicht mitfahren.
Die OV-Chipkarte hat ausgedient: die anonyme OV-chipkaart wird seit dem 1. Juli 2026 nicht mehr verkauft, und das System läuft Ende 2027 vollständig aus. Für Besucher ist die Karte damit überflüssig.
Tageskarten und Rabattkarten
Fahren Sie mehr als zwei- oder dreimal am Tag, ist eine Tageskarte fast immer günstiger als Einzelfahrten.
GVB Tageskarten: erhältlich für 1 bis 7 Tage, mit unbegrenzter Nutzung aller GVB Straßenbahnen, Busse, Metros und Fähren in Amsterdam. Je länger die Gültigkeit, desto niedriger der Preis pro Tag.
I Amsterdam City Card: erhältlich für 24, 48, 72 oder 96 Stunden. Neben unbegrenzten Fahrten mit GVB erhalten Sie freien Eintritt zu vielen Spitzenmuseen und Attraktionen der Stadt sowie eine kostenlose Grachtenfahrt.
Amsterdam Travel Ticket: erhältlich für 1, 2 oder 3 Tage. Unbegrenzte Fahrten mit GVB plus eine Hin- und Rückfahrt in der zweiten Klasse zwischen Schiphol und jedem Bahnhof in Amsterdam.
Achten Sie auf den Geltungsbereich: eine gewöhnliche GVB-Tageskarte gilt ausschließlich innerhalb Amsterdams. Für Ausflüge in die Umgebung brauchen Sie das Regionalticket oder eine gesonderte Zugfahrkarte.
Die Verbindung zwischen Schiphol und der Stadt gehört zu den schnellsten Flughafenanbindungen Europas.
Mit dem Zug: vom Bahnhof unter der Abflughalle sind Sie in etwa fünfzehn bis zwanzig Minuten am Hauptbahnhof Amsterdam Centraal, mit mehreren Zügen pro Stunde, auch nachts.
Auch kontaktlos: auch in den Zügen der NS können Sie mit OVpay ein- und auschecken, Sie müssen sich also nicht am Fahrkartenautomaten anstellen.
Beim Umsteigen erneut einchecken: Zug und Tram sind verschiedene Betreiber, checken Sie also aus dem Zug aus und in die Tram wieder ein. Ein automatischer Übergang existiert nicht.
Mit dem Bus: der Amsterdam Airport Express fährt direkt zum Museumplein und zum Leidseplein, praktisch, wenn Ihr Hotel in dieser Gegend liegt.
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Der Nahverkehr ist nicht die einzige Möglichkeit, und im kompakten Zentrum oft nicht einmal die schnellste.
Zu Fuß: die Innenstadt ist klein genug, um sie fast vollständig zu erlaufen, und das ist zugleich die schönste Art, die Grachten zu erleben.
Mit dem Rad: Amsterdam ist die Fahrradstadt schlechthin, und Fahrradverleihe finden Sie überall. Bleiben Sie auf den roten Radwegen, achten Sie auf Roller und schließen Sie Ihr Rad immer ab.
Über das Wasser: eine Grachtenfahrt ist kein Verkehrsmittel, aber die schönste erste Begegnung mit der Stadt, und dauert meist etwa eine Stunde.
Mit dem Taxi: Taxis sind in Amsterdam relativ teuer und im dichten Zentrum oft langsamer als die Tram. Nehmen Sie eines nur an den offiziellen Standplätzen oder über eine App.
Mit dem Auto: lassen Sie den Wagen besser stehen. Parken im Zentrum ist teuer und knapp, und die P+R-Plätze am Stadtrand sind erheblich günstiger.
Praktische Tipps
Ein paar Kleinigkeiten ersparen Ihnen unterwegs unnötige Bußgelder und Ärger.
Niemals das Auschecken vergessen: ohne Auscheckvorgang wird automatisch ein Strafbetrag oder der Höchsttarif berechnet. Fahren ohne gültigen Check-in kostet erheblich mehr.
An der richtigen Tür einsteigen: in vielen Trams steigen Sie an der vorderen oder mittleren Tür ein, wo sich das Lesegerät befindet. Folgen Sie den Hinweisen am Fahrzeug.
Meiden Sie die Stoßzeiten: zwischen 07:30 und 09:00 Uhr und zwischen 16:30 und 18:30 Uhr sind Zug und Metro am vollsten. Außerhalb der Stoßzeiten fahren Sie mit dem Zug zudem oft günstiger.
Kinder fahren günstiger: kleine Kinder fahren bei GVB zum ermäßigten Tarif oder kostenlos, erkundigen Sie sich also, bevor Sie Karten für die ganze Familie kaufen.
Vorsicht vor Taschendieben: in vollen Trams rund um den Hauptbahnhof und das Leidseplein ist erhöhte Aufmerksamkeit angebracht.