Amsterdam gilt als teure Stadt, doch mit etwas Vorbereitung bleibt ein Wochenende gut bezahlbar.
Kombirabatt auf Eintrittskarten
Wenn Sie mehrere Attraktionen oder Museen besuchen, ist ein Kombiticket fast immer günstiger als Einzelkarten.
Zwei Fliegen mit einer Klappe: mit Kombitickets zahlen Sie für zwei gebündelte Attraktionen weniger als für zwei Einzeltickets, mit Rabatten von bis zu über vierzig Prozent.
Auch Zeitgewinn: die meisten Kombitickets enthalten Fast-Track-Zutritt, mit dem Sie die Warteschlange am Eingang überspringen. Bei stark besuchten Orten spart das schnell eine Stunde.
Vorher gut prüfen: rechnen Sie kurz nach, ob Sie beide Bestandteile wirklich nutzen, denn ein Kombiticket lohnt sich nur, wenn Sie es voll ausschöpfen. Sehen Sie sich die vollständige Übersicht der Kombitickets an.
Vorab buchen und Warteschlangen vermeiden
Bei den beliebtesten Sehenswürdigkeiten kommen Sie ohne Reservierung schlicht nicht mehr hinein.
Zeitfenster Pflicht: das Anne-Frank-Haus können Sie ausschließlich online mit einem Zeitfenster besuchen, und diese sind oft Wochen im Voraus ausverkauft.
Online ist günstiger: an der Kasse zahlen Sie bei nahezu allen Attraktionen mehr als online, und manchmal gibt es vor Ort überhaupt keinen Kartenverkauf mehr.
Kommen Sie früh oder spät: die ersten zwei Stunden nach Öffnung und die letzte Stunde vor Schließung sind in den großen Museen am ruhigsten.
Vorsicht bei Wiederverkäufern: kaufen Sie nur über offizielle Kanäle oder anerkannte Partner, denn auf der Straße und auf unbekannten Websites werden regelmäßig ungültige Tickets verkauft.
Öffentlicher Nahverkehr: Rabatte und Tageskarten
Bleiben Sie einen oder mehrere Tage in Amsterdam, ist eine Tages- oder Mehrtageskarte meist günstiger als Einzelfahrten.
GVB Tageskarten: erhältlich für 1 bis 7 Tage, mit unbegrenzter Nutzung aller GVB Straßenbahnen, Busse, Metros und Fähren in Amsterdam. Je länger die Gültigkeit, desto niedriger der Preis pro Tag.
I Amsterdam City Card: erhältlich für 24, 48, 72 oder 96 Stunden. Neben unbegrenzten Fahrten mit GVB erhalten Sie freien Eintritt zu vielen Spitzenmuseen und Attraktionen sowie eine kostenlose Grachtenfahrt.
Amsterdam Travel Ticket: erhältlich für 1, 2 oder 3 Tage, mit unbegrenzten Fahrten mit GVB plus einer Hin- und Rückfahrt in der zweiten Klasse zwischen Schiphol und jedem Bahnhof in Amsterdam.
Oder einfach kontaktlos: machen Sie nur wenige Fahrten, ist das Ein- und Auschecken mit der Bankkarte über OVpay oft günstiger als eine Tageskarte. Rechnen Sie kurz nach, ab wie vielen Fahrten sich eine Karte lohnt.
Beim Essen lässt sich in Amsterdam kräftig sparen, ohne dass Sie schlechter fahren.
Frühstücken bei HEMA: im Restaurant der HEMA bekommen Sie morgens ein Frühstück ab etwa 3 Euro, mit Croissant und einem Heißgetränk. Für rund 5 Euro gibt es ein Brötchen und ein Ei dazu. Zum Vergleich: die meisten Hotels verlangen mindestens 10 bis 20 Euro pro Person.
Wo Sie das finden: die nächstgelegene Filiale mit Restaurant liegt an der Nieuwendijk 174-176, wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt. Das Restaurant befindet sich im Obergeschoss, das Frühstück wird bis 10.00 oder 11.00 Uhr serviert.
Buchen Sie ohne Frühstück: reservieren Sie Ihr Hotel möglichst ohne Frühstück und essen Sie außer Haus, dann sparen Sie pro Person und Tag schnell zehn Euro oder mehr.
Essen wie ein Amsterdamer: ein Heringsbrötchen vom Stand, eine Tüte Pommes, ein surinamisches Brötchen oder eine indonesische Reistafel sind günstiger und oft besser als die Touristenlokale rund um den Dam.
Leitungswasser ist gratis: das Wasser aus dem Hahn hat in den Niederlanden ausgezeichnete Qualität, füllen Sie also Ihre Flasche auf, statt Wasser zu kaufen.
Die Stadt kostenlos genießen
Vieles vom Schönsten in Amsterdam kostet überhaupt nichts.
Die Grachten sind gratis: ein Spaziergang durch den Grachtengürtel, seit 2010 Welterbe, ist die schönste Art, die Stadt kennenzulernen, und kostet keinen Cent.
Parks und Märkte: der Vondelpark, die anderen Parks und die Märkte der Stadt sind frei zugänglich und geben Ihnen sofort einen Einblick in den Alltag.
Aussicht ohne Eintritt: die Dachterrasse von NEMO und die öffentliche Bibliothek beim Hauptbahnhof bieten einen herrlichen Blick über die Stadt, ganz ohne Eintrittspreis.
Wann Sie kommen und wo Sie schlafen, bestimmt einen großen Teil Ihrer Ausgaben.
Meiden Sie die Hochsaison: Hotels sind im Juli und August sowie um die Feiertage am teuersten. In der Nebensaison zahlen Sie für dasselbe Zimmer manchmal die Hälfte.
Schlafen Sie etwas außerhalb: in Stadtteilen wie Noord, Oost oder West zahlen Sie deutlich weniger, während Sie mit Tram, Metro oder Fähre in einer Viertelstunde im Zentrum sind.
Schauen Sie bei den Last Minutes: wenn Sie flexibel sind, finden sich regelmäßig günstige Angebote unter den Last Minutes.
Nehmen Sie das Rad oder die Beine: das Zentrum ist so kompakt, dass Sie fast alles zu Fuß oder mit dem Rad erreichen, was Ihnen täglich ein paar Euro Fahrtkosten spart.
Praktisches: Geld, Sicherheit und Gesundheit
Zum Schluss ein paar Dinge, die Sie vor Ihrer Reise einfach wissen sollten.
Kartenzahlung ist die Norm: viele Geschäfte, Cafés und Märkte nehmen kein Bargeld mehr an. Bringen Sie eine kontaktlose Bankkarte mit.
Trinkgeld ist freiwillig: die Bedienung ist in den Niederlanden im Preis enthalten. Sind Sie zufrieden, sind fünf bis zehn Prozent oder das Aufrunden mehr als genug.
Nehmen Sie Regenkleidung mit: das Wetter schlägt hier schnell um, und bei Wind nützt ein Regenschirm wenig. Eine Regenjacke ist praktischer. Prüfen Sie vor der Abreise die Wettervorhersage.