Mit über tausend Restaurants und nahezu jeder Weltküche in Fahrradnähe essen Sie in Amsterdam so gut, wie Sie selbst möchten, und das in jeder Preisklasse.
Die niederländische Küche
Die holländische Küche ist überschaubar, gerade deshalb aber unverwechselbar und herzhaft.
Klassisch und deftig: denken Sie an eine dicke Erbsensuppe, Stamppot mit Rauchwurst, Fleischkroketten und dicke Pommes mit echter Mayonnaise, Gerichte, die vor allem im Winter gut tun.
Süßes auf holländische Art: Pfannkuchen so groß wie der Teller, Poffertjes mit Puderzucker und eine warme Stroopwafel direkt vom Backblech auf dem Markt.
Frisch aus dem Meer: das ganze Jahr über gibt es Hering, Muscheln, Garnelen und Kibbeling. Den holländischen Matjes essen Sie am Stand, am besten mit Zwiebeln.
Der indonesische Einfluss: durch die Kolonialgeschichte sind Nasi Goreng, Satésauce und die ausgiebige Reistafel auf der Karte genauso vertraut wie die typisch niederländischen Gerichte.
Käse als Exportprodukt:Gouda, Edam und alter Bauernkäse schmecken am besten in einem Käseladen oder auf einem der Märkte, wo Sie fast immer probieren dürfen.
Eine Stadt voller Weltküchen
Amsterdam ist ein Schmelztiegel, und das schmecken Sie an nahezu jeder Straßenecke.
Über tausend Restaurants: von argentinisch und thailändisch bis äthiopisch und japanisch ist praktisch jede Küche vertreten, in jeder Preisklasse von Fastfood bis Haute Cuisine.
Surinamisch als lokaler Favorit: ein Roti oder ein Brötchen mit Pom gehört für viele Amsterdamer zum Alltag. Die besten Adressen finden Sie in De Pijp und in Zuidoost.
Sterne und Bistros: die Stadt zählt mehrere Restaurants mit Michelin-Stern, aber auch unzählige einfache Lokale im Viertel, in denen Sie für einen Bruchteil des Preises hervorragend essen.
Vegetarisch und vegan: pflanzliches Essen ist hier völlig selbstverständlich. Nahezu jedes Restaurant hat gute vegetarische Optionen, und es gibt Dutzende rein vegane Lokale.
Klassische Kategorien: daneben finden Sie überall Pfannkuchenhäuser, Steakhäuser, Fischrestaurants und die vertrauten braunen Cafés mit einfacher Karte.
Wo Sie am besten essen
Jedes Viertel hat seinen eigenen Charakter, und der bestimmt in hohem Maße, was auf den Tisch kommt.
Der Jordaan: schmale Gassen voller kleiner Restaurants und brauner Cafés, mit der Egelantiersgracht und der Umgebung des Noordermarkt als stimmungsvolle Orte für einen langen Abend im Jordaan.
De Pijp: das abwechslungsreichste Essviertel der Stadt, rund um den Albert Cuyp Markt, mit surinamisch, türkisch, syrisch und asiatisch neben angesagten Kaffeebars.
Haarlemmerstraat und Haarlemmerdijk: die Haarlemmerstraat und die Haarlemmerdijk wurden jahrelang zur schönsten Einkaufsstraße der Niederlande gekürt, mit einer hohen Dichte an guten Mittagslokalen und Delikatessen.
Zeedijk und Chinatown: in Chinatown finden Sie die chinesische, thailändische und vietnamesische Küche, oft schlicht eingerichtet, aber von hervorragender Qualität, einen Steinwurf vom Nieuwmarkt entfernt.
Die Plätze: der Leidseplein, der Rembrandtplein und das Spui sind lebhaft und unkompliziert, auch wenn Sie für die Lage zahlen.
Weiter vom Zentrum entfernt: in Amsterdam-Noord (rund um die NDSM-Werft) und auf IJburg in Amsterdam-Oost finden Sie großzügige, moderne Lokale am Wasser, in die vor allem Amsterdamer gehen.
Gehoben speisen: für die gepflegteren Restaurants schauen Sie in Oud-Zuid, rund um die P.C. Hooftstraat.
Günstig essen und trinken
Auswärts essen muss in Amsterdam Ihr Budget nicht sprengen, wenn Sie ein paar Dinge wissen.
Frühstücken Sie nicht im Hotel: die meisten Hotels verlangen schnell 10 bis 20 Euro pro Person für das Frühstück. Buchen Sie Ihr Zimmer ohne, und frühstücken Sie zum Beispiel im Restaurant der HEMA an der Nieuwendijk, wo Sie ab etwa 3 Euro ein Croissant mit Kaffee bekommen.
Essen Sie, wo die Amsterdamer essen: ein Heringsbrötchen vom Stand, eine Tüte Pommes, ein surinamisches Brötchen oder eine einfache Reistafel sind günstiger und meist besser als die Touristenlokale rund um den Dam und den Damrak.
Eine Straße weiter macht den Unterschied: die Terrassen direkt an den großen Plätzen sind spürbar teurer als die Cafés ein paar Straßen weiter, wo Sie oft sogar angenehmer sitzen.
Nehmen Sie das Tagesgericht: viele Viertelrestaurants haben ein Tagesmenü oder ein festes Drei-Gänge-Menü, das erheblich günstiger ist als à la carte.
Auf dem Markt: auf dem Albert Cuyp oder dem Ten Kate Markt essen Sie für ein paar Euro zu Mittag, mit frischem Käse, Nüssen, Fisch oder einer warmen Stroopwafel.
Leitungswasser ist gratis: das Wasser aus dem Hahn hat ausgezeichnete Qualität, fragen Sie also ruhig nach einer Karaffe, statt Flaschenwasser zu bestellen.
Wer ein typisch Amsterdamer Erlebnis mitnehmen möchte, geht in ein braunes Café.
Woher der Name kommt: die braune Farbe der Wände verdankt das Café jahrzehntelangem Zigarettenrauch, auch wenn manche schlicht braun gestrichen sind. Rauchen ist dort seit 2008 nicht mehr erlaubt.
Die Atmosphäre: nostalgisch und ungeschliffen, mit Holztischen, auf denen manchmal noch ein Teppich als Tischdecke liegt, Schaustücken an der Wand und einem Bier mit zwei Fingern Schaum.
Borrelhappen: zum Borrel gehören Bitterballen (kleine frittierte Fleischkroketten), Käsewürfel mit scharfem Senf und Scheiben Leberwurst. In vielen Cafés bekommen Sie ein Schälchen gratis zum Getränk.
Probieren Sie einen Genever: den niederländischen Vorläufer des Gin trinken Sie aus einem tulpenförmigen Gläschen, das bis zum Rand gefüllt wird, wobei Sie den ersten Schluck im Stehen und ohne Hände nehmen. Mehr dazu im House of Bols.
Bier aus nächster Nähe: wie das niederländische Bier gebraut wird, entdecken Sie in der Heineken Experience in De Pijp.
Snacks und Straßenessen
Manche niederländischen Leckereien isst man einfach im Stehen auf der Straße, und das gehört dazu.
Pommes mit allem Drum und Dran: in der Snackbar bestellen Sie Pommes mit Mayonnaise oder eine Patatje Oorlog mit Erdnusssauce, Mayonnaise und roher Zwiebel.
Aus der Wand: an den bekannten Wandautomaten ziehen Sie für ein paar Euro eine warme Krokette oder Frikandel aus einem Fach. Ein typisch Amsterdamer Ritual, das Sie mindestens einmal machen sollten.
Hering auf holländische Art: am Fischstand bekommen Sie den Hering mit Zwiebeln, in Stücke geschnitten oder im Ganzen am Schwanz. Kibbeling und geräucherter Aal sind die milderen Alternativen.
Süße Klassiker: eine frische Stroopwafel auf dem Markt, ein Oliebol um den Jahreswechsel oder Poffertjes mit Puderzucker und einem Stück Butter.
Achten Sie auf Fallen: die „typisch holländischen“ Waffelläden am Damrak und am Rokin richten sich vor allem an Touristen. Auf dem Markt oder in einer echten Bäckerei essen Sie besser für weniger.
Praktische Informationen
Die niederländischen Essgewohnheiten weichen in einigen Punkten von dem ab, was Sie gewohnt sind.
Früh zu Abend essen: Niederländer essen zwischen etwa 17.00 und 20.00 Uhr zu Abend, viel früher als in Südeuropa. Die Küche vieler Restaurants schließt bereits gegen 21.30 oder 22.00 Uhr.
Mittag- und Frühstück: gefrühstückt wird bis etwa 10.00 Uhr in Hotels und Lokalen, und zu Mittag gegessen wird in der Regel zwischen 12.00 und 14.00 Uhr.
Reservieren Sie vorab: bei beliebten Restaurants ist eine Reservierung am Wochenende praktisch unerlässlich. Informationen und Öffnungszeiten finden Sie auf TheFork.nl oder Eet.nu.
Trinkgeld ist freiwillig: die Bedienung ist im Preis enthalten. Sind Sie zufrieden, sind fünf bis zehn Prozent oder das Aufrunden völlig ausreichend.
Kartenzahlung ist die Norm: viele Lokale nehmen kein Bargeld mehr an, bringen Sie also eine kontaktlose Bankkarte mit. American Express wird längst nicht überall akzeptiert.
Gut erreichbar: die meisten Essviertel liegen in Gehweite oder sind schnell mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.